Home About Contact Cooperation Impressum

8. Juli 2017

Live: System of a down // 13.06.2017

Schon beinahe ein Jahr ist es her, das mein Vater und ich uns Tickets für System of a Down gekauft haben. System of a Down zählt auf jeden Fall zu meinen absoluten Lieblingsbands und da sie kaum Konzerte spielen, mussten wir da natürlich sofort zuschlagen. Das Konzert fand auf der Kindl-Bühne Wuhlheide, hier in Berlin statt. Das Wetter war nahezu perfekt für ein Openair Konzert, zwar regnete es vor Beginn ein bisschen, aber ansonsten blieb es trocken, ein bisschen bedeckt und nicht zu heiß.
Wie immer gab es die ein oder andere Diskussion zwischen Papa und mir bezüglich Anfahrt und Platzwahl. Letztendlich einigten wir uns darauf, nach der Uni los zu gehen, sodass wir pünktlich zum Einlassbeginn dort waren. Nachdem wir ein bisschen gewartet hatten und dann durch die Einlasskontrolle kamen, war das Gelände noch praktisch leer. Und jetzt ratet mal, wer in der dritten Reihe stand!

Nachdem wir uns die Zeit mit Shirt-Kauf, einem Bier, einer Brezel und mit Gesprächen über Konzerte vertrieben haben, fängt pünktlich um sieben die Vorband, "Code Orange" an. Weder mein Vater noch ich kannten die vierköpfige Hardcore Punk Band aus Pittsburgh, wir wussten also überhaupt nicht, was uns erwartet. Ich muss auch zugeben, ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht mit dem was kommt. Als erstes stapft eine lustlos wirkende, zierliche junge Frau mit E-Gitarre auf die Bühne, gefolgt von drei genauso freudlos wirkenden Männern. Und dann geht es los: erstens habe ich noch nie zuvor vier Menschen so böse schauen sehen und zweitens fängt die Frau, Reba Meyers, nach ein paar Takten an zu screamen. Und zwar so richtig. Um uns herum sehe ich nur geschockte und ungläubige Gesichter und auch ich muss drei Mal hinschauen, bevor ich es glaube. Würde ich die Songs zuhause hören, wäre ich der festen Überzeugung, dass da ein Mann screamt. Tatsächlich wechseln Gitarristin und Schlagzeuger sich aber ab, ohne hinzusehen weiß man nicht, welcher Schrei zu wem gehört. 
Der Sound der Band ist nicht so ganz mein Fall und sie schaffen es leider auch nicht, die Menschen richtig mitzureißen, aber es ist wirklich ein Schauspiel. Der Bassist lässt keine Sekunde seine böse Miene verschwinden und zeigt dem Publikum immer wieder den Stinkefinger. Reba Meyers ist abwechselnd mit Gitarre spielen, screamen und headbangen beschäftigt, es ist einfach unglaublich anzusehen. Die Leute neben uns witzeln, dass man sie wohl nicht so gerne im Bett hätte. Oder zumindest nur, wenn sie den Mund nicht aufmacht. Verständlich. Irgendwie erinnert mich das Auftreten der Band insgesamt sehr stark an eine Gruppe trotziger Außenseiter auf einer amerikanischen High School... Trotz der bösen Mienen haben wir also bei dem Auftritt ganz schön was zu lachen.

Nach dem Umbau, um etwa zwanzig nach acht, ist es dann so weit: System of a Down kommt auf die Bühne und beginnt die Intro Version von "Soldier Side" zu spielen. Im Gegensatz zu ihrer Vorband wirken die vier Armenier von vornherein voller Energie und guter Laune. Vom ersten Ton an wird das Publikum mitgerissen und, ich kann es nicht anders sagen, rastet völlig aus. Ich sehe meinen Vater zu Beginn des zweiten Songs noch kurz, dann verlieren wir uns aus den Augen, obwohl wir Sekunden zuvor noch nebeneinander standen. Aber kaum legt System of a Down richtig los, fängt auch schon der Moshpit an und wir sind in der dritten Reihe natürlich mitten drin. Nach drei Songs hüpfe sogar ich ein paar Schritte nach links, um nicht von den großen Metal-Typen zerquetscht zu werden. Von da an stehe ich aber wirklich perfekt, ganz vorne links, am Rand des Moshpits, wo die meisten Mädchen sind, die zwar ein bisschen mitmachen, aber nicht gleich zertrampelt werden wollten.  Ich springe, tanze und singe, wie alle um mich rum, die 90 Minuten durch.
System of a Down spielt ziemlich straight forward eine super Auswahl an Liedern (wobei sie zumindest gefühlt auf jeden Fall die Hälfte ihrer gesamten Songs spielten) und machen dabei eine Wahnsinnsstimmung. Und das ohne große Ansagen und Animation, wir sind für die Musik gekommen und die bekommen wir! 
Im Hintergrund auf der Bühne gibt es eine Leinwand, auf der immer wieder Bilder und Eindrücke gezeigt werden. Keine Musikvideos oder ähnliches, sondern Fetzen wie aus Nachrichten und Werbung, Szenen, die die gesellschaftskritischen Texte der Armenier unterstreichen. Die Beleuchtung dazu ist grell und stroboskopisch, wobei dieser Aspekt nicht ganz so eindrucksvoll in Erinnerung blieb, da es draußen ja noch hell ist. 
Mit Liedern wie "Lost in Hollywood" und "Lonely Day" gönnt die Band uns ab und an eine Verschnaufpause. Bei "Radio/Video" fangen alle um mich herum an zu tanzen, ansonsten springen und singen wir bis um 10 durch. Selbstverständlich dürfen auch "Chop Suey!" und "Toxicity" nicht fehlen. Insgesamt ist die Mischung aus den bekanntesten und "weniger bekannten" Stücken perfekt und auch die Abwechslung von Kick-Ass-Power und etwas ruhigeren Songs (wenn man das so sagen kann) stimmt. Und das Schönste ist: die Band scheint dabei mindestens genauso viel Spaß zu haben wie wir. Während seine Bandkollegen rein äußerlich ein bisschen verrückt, eben nach Alternative/Metal aussehen, wirkt Serj Tankian so normal. Er hat Freude an dem was er tut und wirkt dabei aber nicht wie einer dieser Rockstars, sondern total natürlich. Allgemein zieht die Band keine Show ab, sie haben es nicht nötig eine Performance mit Animation hinzulegen. Sie spielen ihre Songs und haben selber Spaß dabei, das ist alles was es braucht, um das Konzert so herausragend zu machen.
Um Punkt zehn ist dann leider Schluss, im Nachhinein habe ich erfahren, dass Open-Air-Konzerte hier unter der Woche nicht länger gehen dürfen. So kommt das Ende ein bisschen plötzlich, was aber auch der einzige zu bemängelnde Punkt ist. Völlig verschwitzt, durstig und halb taub treffe ich Papa wieder und wir sind uns sofort einig: das war das beste Konzert, auf dem wir waren. Und das will wohl was heißen, denn mein Vater war natürlich noch auf ein paar mehr als ich. An dem Abend hat einfach alles gestimmt, eine Wahnsinns Band, die Spaß an ihrer Sache hat, mit den besten Liedern, super Stimmung, perfektes Wetter und die Veranstaltungsstätte ist auch einfach super dafür!

24. Juni 2017

{Travel} Bangkok Pt. 2, Thailand

Nach den beiden eher weniger schönen Tagen auf Koh Phiphi hieß es für mich Abschied nehmen. Am frühen Morgen des Vortages meiner Rückreise nach Deutschland ging es für mich noch ein Mal nach Bangkok, diesmal alleine. Die Jungs hingegen fuhren weiter nach Malaysia, für sie war Thailand schließlich nur ein Teil einer viermonatigen Reise. Nachdem ich mich schweren Herzens von allen verabschiedet hatte, ging es mit der Fähre auf's Festland, von wo aus mein Flug nach Bangkok um die Mittagszeit startete. Ausgerüstet mit Salzstängelchen und Cola ging die Reise zum Glück gut, auch wenn ich ein bisschen schwach und wackelig auf den Beinen war, da ich ja nichts gegessen hatte. Aber ich glaube die Vorfreude auf Bangkok und das Bedürfnis, die Zeit, die mir blieb, so gut wir möglich zu nutzen, waren schon Antrieb genug.
In Bangkok angekommen nahm ich den Bus in die Stadt, ich hatte wieder das gleiche Hostel wie zu Beginn unserer Reise gebucht. Obwohl ich echt kaputt war, freute ich mich so sehr zurück in Bangkok zu sein und all die Geräusche, Gerüche und Eindrücke der Stadt auf mich wirken zu lassen. Bevor ich wieder loszog, versuchte ich, ein bisschen Reis zu essen, aber ich hatte einfach noch keinen Appetit. Zu Fuß etwa fünfzehn Minuten von meinem Hostel (Lub'd) entfernt liegt der Pratunam Market, Bangkoks größter Textilmarkt. Direkt daneben öffnet abends ein Night Market, zu dem ich an diesem Abend ging. Nach dem ich eine Weile durch die Stände gestöbert hatte, waren zwei weitere Thailand-Hosen für meine Schwester und mich, sowie einige Fußkettchen in meinen Besitz gewandert. Da ich immer noch nicht richtig gegessen hatte und sehr erschöpft war, beschloss ich, mir eine Fußmassage zu gönnen. Im Nachhinein frage ich mich wirklich, weshalb wir das nicht öfter gemacht hatten, man zahlt einfach umgerechnet etwa 8€ für eine einstündige Massage. Meine Füße fühlten sich danach an wie neu! Anschließend schlenderte ich durch die Straßen Bangkoks zurück zum Hostel, wo ich völlig erschöpft auch recht bald schlafen ging.
Am nächsten Tag beschloss ich, noch mindestens einen Tempel anzuschauen, da wir das bis dahin außer in Chiang Mai gar nicht gemacht hatten. Ich traute mich sogar tatsächlich, anstelle eines Tuktuks den Bus zu nehmen. Das ist nämlich gar nicht so einfach, weil hauptsächlich Einheimische Bus fahren, niemand Englisch spricht und man die Namen der Haltestellen eigentlich nie versteht. Vor allem aber das Zurückkommen ist immer ein bisschen ein Problem, da die Stops oft kaum auffallen oder man in einer Einbahnstraße ankommt und keine Ahnung hat, von wo aus der Bus in die andere Richtung fährt. Ich war auch tatsächlich bei der Hinfahrt die einzige Europäerin im Bus, aber es lohnt sich wirklich, nicht immer nur die Tuktuks zu nehmen. Eine Busfahrt kostet nämlich meistens nicht mal ein ein Zehntel vom Tuktuk Preis!
Jedenfalls kam ich auch gut an meinem Ziel, dem Wat Pho (Temple of the reclining Buddha) an. Keine zehn Sekunden, nachdem ich den Eintritt bezahlt hatte, war schon klar, dass dieser sich gelohnt hat. Die buddhistischen Tempel sind einfach schon von Außen wunderschön, all die winzig kleinen Details, die Verzierungen und Schnörkel aus Gold, all die Farben, es ist so beeindruckend! Nachdem ich mir den riesigen, goldenen, liegenden Buddha angeschaut hatte, fragte ich draußen ein Mädchen, ob sie ein Foto machen könne. Es stellte sich heraus, dass sie auch Deutsch war und wir liefen eine Weile zusammen rum. Nachdem wir den Wat Pho ausgiebig besichtigt hatten, beschlossen wir mit dem Taxiboot auf die andere Seite des Flusses zum Wat Arun (Temple of the Dawn) zu fahren und diesen auch noch anzuschauen. Und ich muss sagen, der war beinahe noch schöner als der Erste, ich konnte kaum genug bekommen von den wunderschönen Farben und Verzierungen!
Wie man sieht, würde ich einen Tempelbesuch also auf jeden Fall empfehlen, auch wenn diese natürlich immer voll mit Touristen sind. Am Besten ist es, morgens zu gehen, wenn es auch noch nicht ganz so heiß ist, denn man muss natürlich Beine und Schultern bedecken.
Nachdem wir die beiden Tempel besichtigt hatten, verabschiedeten wir uns und ich ging noch ein Mal zum Pratunam Market, diesmal aber tatsächlich um durch die Textilien zu stöbern, in der Hoffnung noch das Ein oder Andere Mitbringsel zu finden. Dieses Vorhaben scheiterte leider, aber es war trotzdem toll, so was mal gesehen zu haben! Im Supermarkt fand ich hingegen noch einige Esswaren, die ich mit nach Deutschland brachte. 
Am frühen Abend beschloss ich, mir vor meiner Abreise noch eine letzte Fußmassage zu gönnen. Gegen neun musste ich dann das Hostel verlassen und in Richtung Flughafen gehen. Es fiel mir wirklich unglaublich schwer, mir vorzustellen, in weniger als vierundzwanzig Stunden wieder zuhause zu sein. Ich wollte Bangkok noch nicht verlassen, ich wollte Thailand noch nicht verlassen.  Wenn ich jetzt so auf die Zeit zurück blicke, will ich mir am Liebsten einfach die nächsten Tickets nach Asien buchen, ich vermisse es so sehr!

19. Juni 2017

{Travel} Railay, Thailand

Mittlerweile war ich schon in einigen Hostels, in diversen Ländern und habe in Schlafsälen verschiedenster Größe übernachtet. Aber von all diesen Hostels war keines auch nur annähernd vergleichbar mit der Nachtfähre, mit der wir von Koh Tao ans Festland fuhren. Im Reisebüro entschieden wir uns für dieses Schiff, welches um einiges länger braucht als die normale Fähre, schlicht und einfach aus Kostengründen. Uns wurden sogar Bilder gezeigt von Stockbetten, die einem normalen 10-20er Dorm im Hostel glichen, es wirkte eigentlich ganz gemütlich. Als wir dann Abends die Fähre betraten die "Überraschung": die Stockbetten standen in dem größten Schlafsaal, den ich je gesehen hatte, vermutlich passen da 100-200 Leute rein. Neben den normalen Betten gab es auch doppelte Stockbetten und auf dem Boden in den Zwischenräumen lagen weitere Matratzen. Nach dem ersten Schock und der darauf folgenden Erleichterung, dass wir in normalen Betten schlafen konnten, nahmen wir das Ganze mit Humor. Letztendlich war die Nacht auch völlig okay und dank dem Schaukeln des Schiffes schlief ich wie ein Baby. Am Festland angekommen ging es mit Tuktuk und Mini-Van ein Mal quer durch das Land bis zum Indischen Ozean. Das letzte Stück fuhren wir mit einem Long Tail Boot, denn das kleine Dorf Railay ist ausschließlich über das Wasser zu erreichen, wenn man auf eine Klettertour verzichten möchte.
Als wir angekommen waren tat sich gleich das nächste Problem auf: wir hatten noch kein Hostel gebucht und tatsächlich gab es auch kein richtiges. Stattdessen fanden wir einige schicke Hotels und Resorts und selbst die schlechteren davon waren recht teuer, da Railay so abgeschnitten von der Außenwelt liegt. Letztendlich entschieden wir uns dann für die günstigste Version: zweier Bungalows in einem Hostel, in dem es keine Toilettenspülung gab. Stattdessen musste man selber einen Eimer mit Wasser füllen, um zu spülen. Das ist nicht unüblich in Thailand, aber bis dahin kamen wir zumindest in den Hostels gut drum herum und ich muss zugeben, dass ich mich dann schon sehr davor ekelte. Aber naja, man gewöhnt sich an alles...

Aber nun zum Eigentlichen: Railay ist ein wunderschönes kleines Örtchen, das zwar zum Festland gehört, aber durch Felsen von der Welt abgeschnitten ist. Sobald man ankommt, ist man plötzlich einfach richtig im Dschungel. Mehrmals haben wir Affen über den Weg rennen sehen, ein Mal hat einer sogar eine Kokosnuss aus dem Restaurant, in dem wir saßen, geklaut. An jeder Ecke gibt es Reggae Bars, denn Polizei gibt es in dem Dorf eigentlich keine. Party sucht man in Railay hingegen vergebens, was ich sehr schön und entspannt fand, aber ein paar der Jungs waren davon nicht so begeistert und wären am liebsten direkt wieder abgereist, aber letztendlich einigten wir uns auf zwei Übernachtungen.
Da wir schon Vormittags angekommen waren, hatten wir noch den ganzen Tag, den wir nach der Reise über Nacht aber recht entspannt verbrachten. Wir aßen zu Mittag, bezogen die Zimmer und machten uns dann auf den Weg zum Strand. Wie ich halt so bin, konnte ich es kaum erwarten, zum ersten Mal im Indischen Ozean schwimmen zu gehen und diesen Punkt von meiner Bucket List zu streichen. Abends gingen wir essen und saßen dann gemütlich zusammen, bis ich irgendwann tatsächlich einfach einschlief...
Am nächsten Tag stand ich dafür, wie so oft, früher als der Rest auf und erkundete das kleine Dörfchen ein bisschen, bevor ich die anderen weckte. Mit ein bisschen Überredungskunst und Gejammer konnte ich schließlich alle überzeugen, zum Aussichtspunkt und zur Princess Lagoon zu klettern. Gar nicht so einfach, bei fast vierzig Grad und mit Höhenangst, aber es lohnt sich! Mithilfe von Seilen und Leitern erklimmt man die Felsen und hat dann einen wahnsinnigen Blick über Railay und das Meer. Um zur Lagune zu gelangen, muss man auf der anderen Seite des Felsens ein paar klapprige Leitern runter klettern, es empfiehlt sich, feste Schuhe zu tragen! Die Lagune seht ihr auf dem vorletzten Bild, in echt ist sie wirklich beeindruckend, auch wenn das Wasser lange nicht so blau war, wie auf vielen Fotos im Internet... 
Nachdem wir uns den Weg zurück gekämpft hatten, gingen wir kurz etwas Essen, bevor wir uns endlich im Meer abkühlten. An dem Abend buchten wir unsere Fähre nach Koh Phiphi für den kommenden Tag, und gingen dann in die einzige Bar, in der Live Musik lief. Zum krönenden Abschluss der Zeit in Railay gingen wir dann mit ein paar Leuten im Regen Nachtbaden.

Zu der Zeit in Koh Phiphi werde ich keinen eigenen Post machen, weil es kaum was zu erzählen gibt. Wir kamen Mittags auf der Insel an und gingen in ein Restaurant essen, eigentlich nur weil wir Wifi brauchten, um nach einem Hostel zu suchen. Vier von uns aßen ein überteuertes Pad Thai, die anderen beiden aßen noch teurere Burger. Anschließend gingen wir zu dem Hostel, das wir ausgewählt hatten, stellten unsere Sachen ab und machten uns auf den Weg zum Strand. Was ich sagen kann, ist, dass Koh Phiphi wirklich wunderschön ist, genau so, wie man es von Bildern kennt, nur dass die Strände komplett überlaufen sind. Aber naja, sehr viel bekam ich davon nicht mit, denn während wir am Strand waren, wurde mir übel, ich dachte ich hätte vielleicht einen Sonnenstich oder so. Zurück im Hostel stellte sich das aber spätestens dann, als ich fünf Stunden zusammengekauert auf dem Toilettenfußboden verbrachte, als falsch raus. Die anderen drei, die auch das Pad Thai gegessen hatte, erwischte es Nachts dann auch. Und so kann auch ich das Klischee, dass jeder in Thailand eine Lebensmittelvergiftung bekommt, bestätigen. Keine schöne Erfahrung, aber was soll man machen, wir haben's überlebt.

11. Juni 2017

{Travel} Koh Tao, Thailand

"Nach Koh Tao müssen wir ja eigentlich gar nicht mehr unbedingt, wenn wir schon auf Koh Phangan waren... Einen Tauchkurs könnten wir auch hier machen." Das etwa waren Nicos Worte zu Beginn unserer Inselzeit. Was wurde daraus? Wir verbrachten eine ganze Woche auf Koh Tao! 
Zunächst war die Überlegung, noch länger auf Koh Phangan zu bleiben, was aber aufgrund der unglaublich hohen Preise zur Full-Moon-Zeit schnell verworfen wurde. Also ging es doch noch nach Koh Tao, und was soll ich sagen? Von der Zeit in Südthailand, hat mir diese Insel auf alle Fälle am Besten gefallen!
Im Vergleich zu Koh Phangan ist Koh Tao viel kleiner, irgendwie kam mir alles entspannter vor und vor allem das Meer war viel viel schöner! Endlich konnten wir richtig schwimmen gehen, denn das Wasser wurde tatsächlich tief. Nico und Theo machten am Anfang unseres Aufenthalts ihren Tauchschein, weshalb ich tagsüber alleine unterwegs war. Was auch mal sehr schön war. An einem Tag wanderte ich komplett über die Insel, das heißt den Berg hoch und auf der anderen Seite wieder runter, zu einem anderen Strand. Bei über dreißig Grad gar nicht so einfach und nachdem ich am Strand angekommen und mich abgekühlt hatte, machte ich erst Mal einen Mittagsschlaf. Aber der Weg hat sich gelohnt, man hat einen wahnsinnigen Ausblick von da oben! Wobei FlipFlops wahrscheinlich nicht gerade die richtige Schuhwahl waren...
Da man aber bei der Hitze nicht jeden Tag zwei Stunden über Berge wandert, musste ich auch meine Angst vor dem Rollerfahren ein bisschen überwinden. Zum Glück, denn so kamen wir zu einigen wunderschönen, abgelegeneren Stränden, die wir sonst wohl verpasst hätten. Wie es sich gehört, war ich auch ein paar Mal schnorcheln. Teilweise ist das Wasser dort aber so klar, dass man auch so alles sehen kann. Hier also findet man die Traumstrände Thailands...
Abends waren wir mit den Jungs aus Stuttgart und einem Mädchen aus Berlin unterwegs, Lili, mit treffe ich mich auch jetzt noch regelmäßig. Mehrmals endeten wir an einer der Strandbars, tanzten auf schlechte Musik, spielten Beer-Pong, gingen spontan bei Mondschein schwimmen und aßen Pancakes. Oder wir saßen einfach gemütlich vor unserem Hostel, spielten Karten und unterhielten uns. Wie ich diese warmen Nächte vermisse, in denen man sich um nichts sorgen muss, man keine Verpflichtungen hat, keine To-Do-Liste im Hinterkopf...
Naja, am allerletzten Tag machte auch ich tatsächlich noch einen Tauchkurs. Obwohl ich davor ziemlich Angst hatte, war es im Endeffekt einfach der Wahnsinn. Wir hatten zwei Tauchgänge, ein Mal mit Einführung und Übungen auf etwa 6m, beim zweiten Mal ging es dann auf 12m. Es war  wunderschön, im Gegensatz zum Schnorcheln sieht man noch viel größere, buntere Fische und Korallen. Und trotz meiner anfänglichen Sorge, war ich dann letztendlich total entspannt, weshalb das Tauchen mit allem Drum und Dran auch super geklappt und richtig Spaß gemacht hat. Und wie das halt so ist, habe ich mich dann natürlich geärgert, keinen Tauchschein mit den Jungs gemacht zu haben... Aber ich hoffe, dass kann ich noch irgendwann nachholen!
Das Einzige, was auf Koh Tao ein bisschen fehlt, sind Streetfoodmarkets. Dafür gibt es aber Rotis (Thailändische Pancakes) und Banana Shakes an jeder Ecke.

8. Juni 2017

Hello again

Hallo da draußen,
ich bin's mal wieder. Es ist einen Monat her, seitdem ich das letzte Mal gepostet habe. Dass es immer wieder eine Pause gibt ist ja auch eigentlich nichts Neues. Meistens habe ich eine Entschuldigung dafür, ich hatte viel zu tun, Arbeit, Uni, Urlaub, Klausuren, dies das,... Dieses Mal gibt es nicht wirklich eine Entschuldigung... Ich war mir einfach nicht sicher, ob ich das hier noch machen möchte, ich bin es immer noch nicht. Ich habe diesen Blog mittlerweile schon einige Jahre und konnte mir nie vorstellen, damit aufzuhören. Aber irgendwie erschien es mir in letzter Zeit so sinnlos, unbedeutend. Wieso mache ich das, was ich mache? Macht es mir Spaß, Fotos zu posten, wo es doch tausende bessere im Netz zu finden gibt? Texte zu schreiben, die vielleicht sowieso niemand liest? Ja, ich fotografiere gerne und ja, ich schreibe gerne. Aber hat es irgendeinen Sinn, das hier zu posten? Vielleicht nicht. Vielleicht ist das aber auch egal, denn schließlich habe ich so immerhin eine Plattform dafür. Vielleicht reicht das. Wir werden sehen. 
Hello again also. Mal schauen, was daraus wird. Auf jeden Fall sind hier noch ein paar Bilder von unserem Hostel in Kho Phangan. Für alle, die sich, wie ich, der Prüfungsphase nähern und sich nur an den Strand wünschen...

7. Mai 2017

{Travel} Kho Phangan, Thailand

Nach unserem tollen, und leider viel zu kurzem, Aufenthalt in Pai ging es komplett in die andere Richtung. Mit Minivan, Flugzeug, Bus und Fähre reisten wir nun in den Süden, genauer auf Kho Phangan, die Insel, die vor allem für die Fullmoon Partys bekannt ist. Ich sage euch aber lieber gleich, dass ich davon nichts zu berichten habe, da wir nicht zu der Zeit vor Ort waren...
Als wir im Süden Thailands ankamen, wurden wir erst Mal von strömendem Regen empfangen, was natürlich erst mal sehr ernüchternd war. Wider der Wettervorhersage regnete es aber zum Glück nur in der Ankunftsnacht. Auf Kho Phangan hatten wir wirklich das coolste Hostel der gesamten Reise, denn die Dorms waren Bungalows direkt am Strand. Mit Hängematte und dem Meer vor der Tür waren wir dann spätestens am nächsten Tag richtig im Traumurlaub angekommen!
Ich muss zugeben, dass wir auf Kho Phangan tatsächlich auch nicht sooo viel unternommen haben und vor allem die Sonne und den Strand genossen... Die Jungs schliefen meistens aus, während ich schon zum Strand ging und las. Die Nachmittage verbrachten wir dann entweder an unserem Strand oder fuhren zu anderen Stränden, die auch alle sehr schön waren, vor allem der Malibu Beach war einfach ein Traum! Leider ist aber praktisch überall auf der Insel das Wasser sehr flach, man kann ewig weit raus laufen, ohne dass das Wasser überhaupt den Bauch berührte. Deshalb ist richtig schwimmen dort eher schwierig und beim Laufen muss man sehr vorsichtig sein. Theo und ich schnitten uns leider beide ziemlich fies an Korallen, was mit dem Sand und dem Klima in Thailand ja bekanntlich kein so großer Spaß ist. Wir beide hatten aber einigermaßen Glück und die Wunden heilten mehr oder weniger schnell ohne sich zu entzünden.
Aber zurück zu den schönen Dingen: zwei andere Freunde von Nico und Theo waren zur selben Zeit auf der Insel, ihr Hostel war allerdings in Haad Rin, also in dem Ort wo die Full Moon Partys statt finden. An zwei Abenden fuhren wir dorthin um Feiern zu gehen und eine Unmenge an Pad Thai zu essen. In den Strandbars lief die gleiche Musik wie auch sonst überall in Thailand, Charts von vor fünf bis zehn Jahren, und der Bass Drop durfte natürlich bei keinem einzigen Lied fehlen... Außerdem wurde Feuerlimbo gespielt und die obligatorischen Buckets konnte man selbsverständlich überall bekommen. Aber naja, genug der Ironie, wir hatten trotz allem sehr witzige Abende dort, alleine schon die Tatsache, dass man die Abende tanzend am Strand verbracht hat, genügt ja auch schon um glücklich zu sein.
Was mir auf Kho Phangan auch sehr gut gefallen hat, war der Food Market in Thong Sala, auf dem es wieder eine wahnsinnig große Auswahl an unglaublich guten Dingen gab! Im Gegensatz zum Norden gab es dort auch Seafood und Fisch in allen möglichen Formen und Variationen. Von unserem Hostel aus konnte man in fünfzehn Minuten dorthin laufen, immer den Strand entlang, was ich wirklich super schön fand!
An unserem letzten Tag auf der Insel gönnten Nico und ich uns eine Thai Massage direkt am Strand. Es war echt super entspannend und tat vor allem nach den ganzen Hostel-Matratzen wahnsinnig gut! Allerdings war es teilweise schon ein bisschen schmerzhaft, aber wir hatten zum Glück die Ölversion gewählt, anderenfalls wäre es glaube ich kaum auszuhalten gewesen...

Kho Phangan hat mir wirklich super gefallen, vor allem das Hostel war natürlich ein Traum. Allerdings gefiel mir unsere nächste Station, Kho Tao, fast noch mehr. Kho Phangan ist wunderschön und da es doch eine größere Insel ist gibt es unglaublich viel zu sehen. Mich störte aber, im Gegensatz zu den folgenden Orten, dass man nicht richtig schwimmen gehen konnte. Wir fanden wirklich keinen Strand, an dem das Wasser richtig tief wurde, weshalb es eben immer beim Planschen blieb...

26. April 2017

Pai streets

Februar 2017 // Nikon D80 // Walking Street, Pai, Thailand

22. April 2017

Zwischen heute und morgen


Irgendwo zwischen Tag und Nacht 
Zwischen Licht und Dunkelheit
Sonne und Mond
Irgendwo zwischen Zukunft und Vergangenem
Zwischen dem Moment und allem Anderen
Zuversicht und Angst
Irgendwo zwischen Freude und Melancholie
Zwischen Glück und Trauer
Liebe und Einsamkeit
Irgendwo zwischen der Suche und dem Ziel
Zwischen Traum und Resignation
Wunsch und Realität
Irgendwo zwischen Nirgendwo und Hier
Immer irgendwo dazwischen
Aber doch irgendwie mittendrin
lebendig